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Uris Tagebuch

 

15.2.2005 – Terror und hoher Besuch in Israel!

Vor zehn Tagen begann in Saudi Arabien eine internationale Konferenz über den Terrorismus. Alle waren sie da, die Opferstaaten des Terrorismus und auch die, die ihn unterstützen, wie Iran, Syrien und die Gastgeber, Saudi Arabien. Niemandem fiel auf, dass Israel nicht eingeladen war, das Land, das erstens zahlenmässig die meiste Erfahrung mit Terrorismus als Opfer hat, aber auf der anderen Seite das einzige Land ist, das sich erfolgreich dagegen wehrt. Der Grund, warum Israel nicht eingeladen worden war, ist der, dass die Saudis palästinensischen Massenmord an israelischen Kindern, Alten und Zivilisten nicht als Terror sehen, sondern als berechtigte Aktionen in „Selbstverteidigung“ und als „gesetzlich anerkannt durch alle religiösen Gesetze, internationalen Abkommen, Normen und Bekanntmachungen“.  Weder die anwesenden Vertreter der UNO, der EU, der Interpol and andere, ausser den USA, fanden das abwegig. Am schönsten finde ich die saudische Aussage, dass Israel Osama Bin-Laden finanziere, hinter ihm stehe und grundsätzlich für alle seine Schandtaten verantwortlich sei. Ein Kommentar erübrigt sich, genau so, wie er sich zum Besuch unserer Aussenministerin Calmy-Rey in Israel erübrigt, deren Besuch im Jad Vashem in Jerusalem durch einen Besuch bei Arafats Grab in Ramallah schweizerisch-neutral ausgewogen werden musste. Eine Perversion der Schweizer Neutralität, die jeden denkenden Menschen sprachlos macht und das Gutmenschentum in seiner absurdesten Form demonstriert. Aber wie gesagt, kein Kommentar!


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Paul Uri Russak, gebürtiger Schweizer, schreibt sein vor allem an jüdische und christliche Freunde gerichtetes Tagebuch seit September 2000. Er wohnt im Weindorf Zichron Ya'akov am südlichen Ende des Carmelberges, nahe am Meer. Uri ist gelernter Verlagsbuchhändler, heute pensioniert.
Wie vielen Israelis aus dem politisch linken Spektrum hat sich seine Einstellung durch die Realität der Ereignisse der letzten drei Jahre etwas nach rechts verschoben, auch wenn sie sich noch immer links der Mitte befindet. Uri betätigt sich heute als Publizist in deutscher und englischer Sprache und setzt sich aktiv für die Verbesserung des zwischenmenschlichen und politischen Verhältnisses zwischen jüdischen und arabischen Bürgern Israels ein.


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