Take A Pen - to the new website

Uris Tagebuch


2.9.2004 – Pressefotos und Websites

Die zweifellos richtige, aber nie überzeugend dokumentierte Behauptung der Armee und anderer Kreise, die sich mit militanten Palästinensern in den besetzten Gebieten herumschlagen ist, dass sich zwischen Steine werfenden palästinensischen Kindern schwer bewaffnete und vermummte „Freiheitskämpfer“ befinden und israelische Soldaten beschiessen. Mit anderen Worten – palästinensische Gewalttäter verstecken sich zwischen Kindern, deren Leben sie genau so verachten wie jüdisches Leben. Aus der Bildersammlung der Associated Press (AP), von der viele der zum Thema Intifada geschossenen Pressefotos stammen, habe ich Bilder gefunden, die diese Situation belegen. Hier sind sie wiedergegeben – einen Kommentar dazu braucht es nicht.
 


Es gibt mehr zu sehen, mein Tagebuch erträgt aber aus Platzgründen keine ausführliche Fotoreportagen. Tragisch an dieser Art Fotografien ist, dass sie von den Medien kaum gezeigt werden. Der Grund dazu, so nehme ich an, ist die Furcht der Journalisten und Presseagenturen vor Repressalien palästinensischer Terrorverbände und Behörden, die sich anscheinende die Freiheit nehmen, das zu veröffentlichte Fotomaterial selbst zu bestimmen. Obwohl ich mich mit Briefe schreiben an Politiker nicht so recht befreunden kann (mit gelegentlichem Leserbriefen komme ich gerade noch zurecht) sind, so lese ich, damit Erfolge zu erzielen. Ein Beispiel dafür fand ich in der  Website der siebzehnsprachigen PR-Organisation „Take-a-Pen“ (sie bringt gelegentliche Auszüge meines Tagebuches, wenn diese nicht allzu israelkritisch sind), einen Bericht aus Melbourne, in dem beschrieben wird, wie diese Stadt dazu gebracht wurde eine anti-israelische Hassausstellung
vorzeitig zu schliessen. Ich weiss nicht genau, wieweit sich dies mit dem Recht zur freien Meinungsäusserung vereinbaren lässt, doch lügen sollte ab einem bestimmten Punkt strafbar sein. Doch diese Problematik zur öffentlichen Diskussion gebracht zu haben ist ein Verdienst der „Take-a-Pen“ Leute, die darauf stolz sein können.


Zum Archiv Uris Tagebuch
 

Paul Uri Russak, 66, gebürtiger Schweizer, schreibt sein vor allem an jüdische und christliche Freunde gerichtetes Tagebuch seit September 2000. Er wohnt im Weindorf Zichron Ya'akov am südlichen Ende des Carmelberges, nahe am Meer. Uri ist gelernter Verlagsbuchhändler, heute pensioniert.
Wie vielen Israelis aus dem politisch linken Spektrum hat sich seine Einstellung durch die Realität der Ereignisse der letzten drei Jahre etwas nach rechts verschoben, auch wenn sie sich noch immer links der Mitte befindet. Uri betätigt sich heute als Publizist in deutscher und englischer Sprache und setzt sich aktiv für die Verbesserung des zwischenmenschlichen und politischen Verhältnisses zwischen jüdischen und arabischen Bürgern Israels ein.


Zurück