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Die zweifellos richtige, aber nie überzeugend
dokumentierte Behauptung der Armee und anderer Kreise, die sich mit
militanten Palästinensern in den besetzten Gebieten herumschlagen ist,
dass sich zwischen Steine werfenden palästinensischen Kindern schwer
bewaffnete und vermummte „Freiheitskämpfer“ befinden und israelische
Soldaten beschiessen. Mit anderen Worten – palästinensische Gewalttäter
verstecken sich zwischen Kindern, deren Leben sie genau so verachten wie
jüdisches Leben. Aus der Bildersammlung der Associated Press (AP), von der
viele der zum Thema Intifada geschossenen Pressefotos stammen, habe ich
Bilder gefunden, die diese Situation belegen. Hier sind sie wiedergegeben
– einen Kommentar dazu braucht es nicht.
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Es gibt mehr zu sehen, mein Tagebuch erträgt aber aus Platzgründen keine
ausführliche Fotoreportagen. Tragisch an dieser Art Fotografien ist, dass
sie von den Medien kaum gezeigt werden. Der Grund dazu, so nehme ich an,
ist die Furcht der Journalisten und Presseagenturen vor Repressalien
palästinensischer Terrorverbände und Behörden, die sich anscheinende die
Freiheit nehmen, das zu veröffentlichte Fotomaterial selbst zu bestimmen.
Obwohl ich mich mit Briefe schreiben an Politiker nicht so recht
befreunden kann (mit gelegentlichem Leserbriefen komme ich gerade noch
zurecht) sind, so lese ich, damit Erfolge zu erzielen. Ein Beispiel dafür
fand ich in der Website der siebzehnsprachigen PR-Organisation „Take-a-Pen“
(sie bringt gelegentliche Auszüge meines Tagebuches, wenn diese nicht
allzu israelkritisch sind), einen Bericht aus Melbourne, in dem
beschrieben wird, wie diese Stadt dazu gebracht wurde eine anti-israelische
Hassausstellung
vorzeitig zu schliessen. Ich weiss nicht genau, wieweit sich dies mit dem
Recht zur freien Meinungsäusserung vereinbaren lässt, doch lügen sollte ab
einem bestimmten Punkt strafbar sein. Doch diese Problematik zur
öffentlichen Diskussion gebracht zu haben ist ein Verdienst der
„Take-a-Pen“ Leute, die darauf stolz sein können.
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Paul Uri Russak, 66,
gebürtiger Schweizer, schreibt sein vor allem an jüdische und christliche
Freunde gerichtetes Tagebuch seit September 2000. Er wohnt im Weindorf
Zichron Ya'akov am südlichen Ende des Carmelberges, nahe am Meer. Uri ist
gelernter Verlagsbuchhändler, heute pensioniert.
Wie vielen Israelis aus dem politisch linken Spektrum hat sich seine
Einstellung durch die Realität der Ereignisse der letzten drei Jahre etwas
nach rechts verschoben, auch wenn sie sich noch immer links der Mitte
befindet. Uri betätigt sich heute als Publizist in deutscher und
englischer Sprache und setzt sich aktiv für die Verbesserung des
zwischenmenschlichen und politischen Verhältnisses zwischen jüdischen und
arabischen Bürgern Israels ein.
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